Scharfe Klinge. Gute Laune.


Ein neues Messer ist scharf, darauf können Sie sich verlassen. Gehen Sie aber niemals davon aus, dass es auch automatisch scharf bleibt. Selbst die schnitthaltigste Klinge nutzt sich bei der Arbeit ab und wird stumpf. Und mit stumpfen Messern macht Kochen erstens keinen Spaß und erhöht zweitens die Verletzungsgefahr. Deshalb müssen Klingen regelmäßig am Wetzstahl abgezogen werden. Am besten vor oder nach jeder Benutzung.

Wann eine Klinge nicht mehr ausreichend scharf ist, können Sie mit einfachen Tricks selbst testen. Eine der bekanntesten Methoden ist der Tomatentest: Eine scharfe Klinge schneidet die straffe Tomatenhaut ohne Druck problemlos ein und gleitet widerstandslos durch die Tomate. Ganz tomatenlos funktioniert die Nagelprobe: Die schräg auf den Daumennagel gesetzte Klinge darf in scharfem Zustand nicht abrutschen.


messer schaerfen

Richtig abziehen

fissler messer schaerfen 2011-09-27

Mit einem guten Wetzstahl aus Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl halten Sie Ihre Messer schön scharf. Aber: Ein Wetzstahl schleift nicht, sondern richtet nur den Grat der Klinge wieder auf. Sollte die Schneide selbst bei regelmäßigem Abziehen nicht mehr scharf genug werden, hilft nur noch ein Wetzstein oder die Hand eines Fachmanns.



Zur Technik: Setzen Sie die Klinge im Winkel von 15–20º mit ihrem Ende an der Stahlspitze an. Ohne Druck ziehen Sie die Klinge bis zu deren Spitze gleichmäßig über die ganze Länge des Wetzstahls nach unten. Das Ganze jeweils fünf- bis zehnmal pro Seite. Nach dem Benutzen putzen Sie den Stahl am besten gleich mit einem trockenen Tuch ab und entfernen so die feinen Metallspäne.


Sanfter Umgang mit harten Kernen.

Bei der Pflege braucht auch das härteste Messer eine sanfte Behandlung. Aggressive Reiniger sollten Sie genauso vermeiden wie scheuernde Hilfsmittel. Meistens reicht es, wenn Sie das Messer unter warmem Wasser abspülen und mit einem feuchten Tuch abputzen. Reinigen Sie Ihr Messer immer gleich nach der Benutzung – vor allem nach dem Schneiden von säurehaltigen Nahrungsmitteln.

Und jetzt zum größten Feind des Messers: der Spülmaschine. Beschützen Sie Ihre Klingen bitte vor ihr. Berührungen mit anderen Gegenständen in der Maschine beschädigen die feine Wate und lassen die Schnitthaltigkeit der Klinge leiden. Außerdem greifen die aggressiven Salze/Reiniger die Schneide an und machen das Messer stumpf.


Alles in Ordnung. Alles im Griff.

Wie eingangs erwähnt, bestehen rund zwei Drittel der manuellen Arbeit beim Kochen aus Schneiden. Grund genug, das nötige Werkzeug immer griffbereit zu haben. Zum Beispiel in einem Messerblock. Der ist schön und schön praktisch, jedes Messer hat seinen Platz. Gute Messerblöcke bieten sogar einen für den Wetzstahl. Ganz wichtig: Messer mit der Schneide nach oben einschieben, sonst stumpft die Klinge schneller ab. Wer etwas mehr Wert auf Design legt, wird an einem magnetischen Messerblock viel Freude haben.

In normalen Schubladen sollten Sie Ihre Schneidewerkzeuge, wenn überhaupt, nur mit einem Klingenschutz lagern. Liegen die Messer einfach so in der Schublade herum, werden Sie sehr wahrscheinlich beschädigt und sind zudem gefährlich.